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Glänzender Lackporling

Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)
Systematik
Klasse:
Agaricomycetes
Unterklasse:
unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung:
Stielporlingsartige (Polyporales)
Familie:
Lackporlingsverwandte (Ganodermataceae)
Gattung:
Lackporlinge (Ganoderma)
Art:
Glänzender Lackporling

Wissenschaftlicher Name
Ganoderma lucidum
(CURTIS) P. KARST.
Der Glänzende Lackporling (Ganoderma lucidum) ist ein Pilz aus der Familie der Lackporlingsverwandten (Ganodermataceae).
Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Glänzende Lackporling ist ein derber Pilz mit einem etwa fünf bis 20 Zentimeter hohem Hut, der an einem (meist) seitlichen Stiel sitzt. Der Hut des Fruchtkörpers wird etwa ein bis drei Zentimeter dick. Der Fruchtkörper ist mit einer gelblichen, später rötlich (bis rötlichbraun- oder rötlich-schwarz) nachdunkelnden Harzschicht bedeckt. Diese Harzschicht schmilzt in einer Streichholz- oder Feuerzeugflamme. Der Rand des Pilzes ist weiß, die Unterseite besteht aus einer weißlichen Porenschicht, pro Millimeter findet man etwa vier bis fünf Poren. Der deutliche Stiel (manchmal nur als stielförmige Basis ausgebildet) ist rotbraun bis fast schwarz und purpur schimmernd.
Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Glänzende Lackporling ist ein holzbewohnender Saprobiont oder Schwächeparasit, der vor allem Laubhölzer besiedelt. Als Substrat kommen vor allem Eichen in Frage, daneben weitere Laubgehölze, seltener Nadelhölzer (Fichten und Kiefern). Der Pilz bewohnt vor allem wärmebegünstigte Eichen- bzw. Eichenmischwälder, daneben Rotbuchenwälder, Hartholzauen. Außerhalb dieser Biotope kann der Glänzende Lackporling an Hecken, in Parks und an Wegrändern gefunden werden, wenn das entsprechende Substrat (Eichen oder Rotbuche) dort vorhanden ist. Die einjährigen Fruchtkörper werden an Baumstümpfen, Wurzeln oder an der Stammbasis lebender Wirtsbäume gefunden.
Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Glänzende Lackporling ist wahrscheinlich weltweit verbreitet, doch bestehen darin Unsicherheiten vor allem wegen der noch unklaren Abgrenzung zu verwandten Formen. In der Holarktis ist die Art vor allem in mediterranen und gemäßigten Gegenden verbreitet, in Europa kommt sie bis ins südliche Skandinavien vor. In Deutschland ist der Glänzende Lackporling im gesamten Gebiet unregelmäßig zerstreut verbreitet.
Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Glänzende Lackporling gehört zu einem Komplex eng verwandter Sippen der Gattung Ganoderma, die sich teilweise nur durch die Substratwahl voneinander unterscheiden und deren taxonomischer Rang unklar ist. In Europa gehören zu diesem Komplex noch folgende Arten: Harziger Lackporling (Ganoderma resinaceum), Dunkler Lackporling (Ganoderma carnosum) und Ganoderma valesiacum (Form aus den Alpen und den Karpaten, dort auf Lärche). Außereuropäische Arten des Komplexes sind der auf Tsuga wachsende Ganoderma tsugae und Ganoderma oregonese. Aus Ostasien stammen Ganoderma sinense und Ganoderma japonicum.
Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Als Speisepilz kommt der Glänzende Lackporling nicht in Frage, als Holzschädling ist er unbedeutend.
In Ostasien wird der Pilz als Heilmittel verwendet. Therapeutische Anwendungen zielen oft auf die Stärkung des Immunsystems und der Leber und auf die Anregung des Stoffwechsels. Der therapeutische Nutzen von G. lucidum enthaltenden Präparaten für die Behandlungen verschiedener Leiden oder Krankheiten ist durch Belege in der Fachliteratur gestützt;[1] viele der mutmaßlich dafür verantwortlichen chemischen Substanzen sind unbekannt. Wie bei allen Heilpflanzen kann ihre Konzentration im biologischen Material mitunter schwanken. Zudem kann durch Verwechslung mit anderen nahe verwandten Arten die Wirksamkeit von G. lucidum-Präparaten beeinträchtigt werden.[1] Auch die Pilzsporen werden verwendet.
Aufgrund seiner häufigen Verwendung als medizinisches Heilmittel, besonders für neurotische Erkrankungen und als Stärkungsmittel[1] wird G. lucidum auch als Kulturpilz angebaut. Der chinesische Name Ling Zhi bedeutet „Geist-Pflanze“, andere gebräuchliche chinesische Namen sind „Pilz der Unsterblichkeit“, „Zehntausend-Jahre-Pilz“, und „Kraut spiritueller Kraft“. Er wird in China auch als „König der Heilkräuter“ angesehen und in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Heilpilz verwendet. Er gilt dort als ebenbürtig zum Ginseng (Panax ginseng). Vermutlich wird der Pilz in China schon seit Jahrtausenden als Tonikum verwendet.[2][3]
Der Glänzende Lackporling wird in zahlreichen Legenden erwähnt und diente früher auch als Talisman. Er wurde in Gebäuden aufgehängt, um Unglücken vorzubeugen.[4]
Synonyme und weitere Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• Ganoderma atkinsonii
Weitere Namen, unter denen er in Deutschland in alternativmedizinischen Kreisen bekannt ist, sind japanisch: Reishi (霊芝),
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• German Josef Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 1: Allgemeiner Teil. Ständerpilze: Gallert-, Rinden-, Stachel- und Porenpilze. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3528-0.
• Josef Breitenbach, Fred Kränzlin (Hrsg.): Pilze der Schweiz. Beitrag zur Kenntnis der Pilzflora der Schweiz. Band 2: Heterobasidiomycetes (Gallertpilze), Aphyllophorales (Nichtblätterpilze), Gastromycetes (Bauchpilze). Mykologia, Luzern 1986, ISBN 3-85604-020-X.
• P. Schütt; H.J. Schuck, H.J.; B. Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol-Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2002
• Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.: Vitalpilze. Eigenverlag, ISBN 3-00-018106-7
• Jan Lelley: Die Heilkraft der Pilze. ECON, Düsseldorf, München 1997, ISBN 3-430-15953-9.
• Christopher Hobbs: Medicinal Mushrooms. Botanica Press, Santa Cruz 2003, ISBN 1-57067-143-5.
• Frank-Daniel Schulten: Ling Zhi. König der Heilpilze . Windpferd Verlagsgesellschaft 2003 (1. Aufl.) ISBN 978-3-89385-433-2. 88 Seiten.
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1. ↑ Hochspringen nach:a b c Paterson RR: Ganoderma – a therapeutic fungal biofactory.. In: Phytochemistry. 67, 2006, S. 1985-2001. doi:10.1002/chin.200650268.
2. ↑ Der chinesische Heilpilz Reishi Ling Zhi Beschreibung des Reishi als Heilpilz, abgerufen am 4. September 2016
3. ↑ Ein Geschenk der Schöpfung: Der Reishi Heilpilz Artikel in Lebe 03/2013 (pdf, 6 Seiten), abgerufen am 4. September 2016
4. ↑ Rita Lüder: Grundkurs Pilzbestimmung. Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. 1. Auflage. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01341-1. S. 338









Autor: Zentrum der Gesundheit - https://www.zentrum-der-gesundheit.de/reishi-pilz-ia.html

Reishi ist eines der ältesten Arzneimittel der Menschheit
Der Reishi (Ganoderma lucidum) zählt zu den bedeutsamsten Heilpilzen und zu den ältesten Arzneimitteln der Menschheit. Er kommt weltweit vor und wächst vorwiegend auf Laubbäumen – sein Lieblingsbaum ist die Eiche.
Im deutschsprachigen Raum hört der Reishi auf den Namen "Glänzender Lackporling", während er in der chinesischen Volksmedizin als magischer "Ling Zhi" seit etwa 4.000 Jahren für Heilzwecke genutzt wird.
Anders als z. B. der Shiitake oder der Austernseitling, die sowohl Heil- als auch Speisepilz sind, zählt der Reishi nicht zu den Speisepilzen. Er ist ein reiner Heilpilz, seine Konsistenz ist sehr hart, und er schmeckt überdies bitter.
Dass der Reishi dennoch so viel Popularität erlangt hat, spricht für seine ausserordentliche Heilkraft.
Heilpilz Reishi – Bei diesen Krankheiten hilft er
In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Reishi bis heute z. B. bei den folgenden Leiden eingesetzt:
• Chronische Hepatitis
• Krebs
• Geschwächtes Immunsystem
• Bluthochdruck
• Herzkrankheiten
• Bronchitis
• Asthma
• Magengeschwüre
• Schlaflosigkeit
• Nierenentzündungen
• Gelenkentzündungen
Ausserdem gilt der Reishi als äusserst wirksames Stärkungsmittel, das gerade Menschen, die an einer schweren Krankheit wie Krebs leiden, zu neuer Kraft verhelfen kann. Es kommt also nicht von ungefähr, dass der Reishi als "Pilz des ewigen Lebens" bezeichnet wird.
Eine weitere hochinteressante Wirkung betrifft Altersflecken, die der Volksheilkunde gemäss bei regelmässiger Einnahme des Reishi Pilzes langsam aber sicher verschwinden sollen.
Reishi – Die wichtigsten Wirkstoffe im Überblick
Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Reishi sind auf eine ganze Reihe von Wirkstoffen zurückzuführen, wobei sich zwei Stoffgruppen im Besonderen hervorgetan haben. Dabei handelt es sich zum einen um spezifische Polysaccharide und zum anderen um Triterpene aus der grossen Familie der sekundären Pflanzenstoffe.
• Im Reishi sind mehr als 100 verschiedene hochwirksame Polysaccharide enthalten, unter anderem die sog. sulfatierten Polysaccharide, die aufgrund ihrer guten virenfeindlichen Wirkung sogar vorbeugend gegen die Grippe oder andere Viruserkrankungen empfohlen werden. Ja, sogar bei HIV zeigte diese Wirkstoffgruppe überraschende Ergebnisse. Die Polysaccharide im Reishi stabilisieren das menschliche Immunsystem so gut, dass zahlreiche Erreger keine Chance mehr haben.
• Die Triterpene schützen den Reishi selbst vor dem Befall von Mikroorganismen und wirken im Körper stark antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend. Im Reishi wurden etwa 140 hochaktive Triterpene gefunden, die u. a. der Leberinsuffizienz entgegenwirken, die Histaminfreisetzung dämmen (daher vor Allergien schützen) und sowohl den Bluthochdruck als auch die Cholesterinwerte senken. Zusätzlich stärken die Triterpene das Herz-Kreislauf-System und beugen der Tumorbildung vor.
Und doch ist die Heilwirkung des Reishi – wie bei allen anderen natürlichen Arzneimitteln – nicht auf einzelne Wirkstoffe, sondern auf die Gesamtkomposition zurückzuführen. Im Gegensatz dazu, wird in der Schulmedizin meist danach getrachtet einzelne Wirkstoffe zu isolieren und in Form eines Medikaments teuer zu vermarkten. Im Falle des Reishi sind jedoch erfreulicherweise immer mehr Wissenschaftler daran interessiert, die Wirkungsweise des gesamten Heilpilzes bzw. des Reishi-Extraktes zu erforschen, so dass der Reishi inzwischen zu den bestuntersuchten Heilpilzen der Welt gehört und in der Studiendatenbank PubMed mit mittlerweile weit über 1000 Studien gelistet ist.


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